Imagine Vividly
   
 

Meine erste Erinnerung fängt damit an, dass ich male. Meine Bilder brauchen viel Zeit. Ich beschäftige mich mit den Seelen. Ich suche mit meiner Darstellung des Äußeren das Innere. So ist ein umfangreiches malerisches Werk entstanden. 2019 habe ich der makellosen Ästhetik der Malerei vollständig entsagt und meine Konzentration auf Brüche und Diskontinuität gelegt.

Die seitdem entstandenen Skulpturen und Installationen stellen meinen Versuch dar, die Vergangenheit wieder zu erschaffen. Mein Werk setzt auf Wiederholung. Man muss die Vergangenheit wieder und wieder erschaffen. Wir haben wahnsinnige Angst davor, was wir eigentlich sind. Mich interessiert das Unbewusste, das Unerklärbare, das, was uns großartig, und das, was uns gewöhnlich macht. Oder das Böse. Das interessiert mich auch. Mich befreit die Kunst vom Menschendasein. Ich liebe das Menschliche. Doch, wir sind nur ein Teil, kein Ganzes. Wir vermissen das, was verloren gegangen ist. Wir sind auf der Suche. Je länger ich darüber arbeite, umso weniger Worte habe ich. Ich möchte meine Werke ungern erklären. Meine Installationen sind nur auf den ersten Blick schön und gefällig.